"VENI VIDI VICI" (ILL025-CD)

VÖ: 30. November 2007

Diamond Diggy ist längst kein Nobody mehr in den hannoverschen HipHop-Kreisen. Durch Gastauftritte u. a. bei illViBE Recordings, der DaFlava-Radioshow, Onlinefeatures bei Phatfunk, sowie regionale und überregionale Liveauftritten hat er sich weit über die lokale Szene einen Namen gemacht. Nach mehreren Anläufen steht mit dem Mixtape/Album "Veni Vidi Vici" nun endlich sein langerwartetes Release in den Startlöchern. Erscheinen tut das Ganze nun über das hannoversche Traditionslabels "illViBE Recordings" im Zuge eines Joint-Ventures zwischen illViBE und Diggy´s Label "Verbal Assault".

Die Gästeliste reicht von MB1000-Member Beneluxus, K.C. (Gz4Life), Jonny Bockmist, Mortis One, John Drastic, Donat und Blanquito, über seine alten Bekannten aus dem HOC-Camp, bis hin zu illViBE's Prahler Nummer 1 SMO, welcher sich auf 2 Stücken verewigt hat. Auch der Hausproduzent des Labels Spekbeatz hat eine handvoll Instrumentals für das Projekt des Newcomers produziert und saß auch bei den Aufnahmen im neuen 5ive6ix-Studio hinter den Reglern. Obendrein fungierte Spek zusammen mit Diggy als Executive Producer.

Auf seinem Debüt beweist Diamond Diggy auf Tracks wie z. B. "Ex oder Arschloch", den vom Mortis produzierten "D.I.G.G.Y.", oder "Ellbogen raus", zusammen mit seinem Backup-MC Slevin und MB1000-Frontmann Beneluxus, seine mit dem gewissen Wortwitz unterstrichenen Punchline-Qualitäten. Neben den üblichen Representertracks zeigt er sich allerdings auch auf persönlichen Titeln, und kann sich hier durchaus sehen und hören lassen. Songs wie das, an einen ehemaligen Freund gerichtete, "Tut mir leid!?" oder das große Finale "Shinin" sind ebenso aus seinem Leben gegriffen, wie die an das schöne Geschlecht gerichteten Zeilen auf "Warum liebst du mich?", "Drama" oder dem Storytelling-Highlight "Denk an dich", für welches John Drastic den Beat beisteuerte.

Da club- und partytaugliche Moves bei Diggy grundsätzlich auch nicht zu kurz kommen, präsentiert er auf dem 70 Minuten-langen Werk auch eine Reihe von Bangern, wie die von Spek produzierten "Lass dich gehen" und "Um da man" oder den zusammen mit Sängerin Miriam vorgetragenem "Sag mir".

Ob "Veni Vidi Vici" nun ein Mixtape oder ein Album ist, bleibt jedem selbst überlassen. Die Reihe von Battletracks, die meist auf zwei 16er beschränkten Songkonzepte und lange Liste an Features lassen eher auf ein Mixtape schließen. Allerdings sind die irgendwo zwischen Laidback und Vollgas liegenden Styles des Hannoveraners sind auch eher auf die Vielseitigkeit eines Albums zurückzuführen.

Wer sich bereits einen gewissen Überblick über das bisherige Schaffen des Rappers verschafft hat, kann sich denken, dass er sich auch hier die eine oder andere Stichelei nicht nehmen lässt, und darf auf "Veni Vidi Vici" gespannt sein.

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